Umgang mit der Trauer

Es ist die Dualität der Dinge, die unser Leben bestimmt.

Höhen und Tiefen, Freude und Traurigkeit, Gesundheit und Krankheit, Leben und Tod.

Einen geliebten Menschen zu verlieren, gehört zu den schwierigsten Momenten im Leben. Die Welt scheint stillzustehen und über allem liegt der dunkle Schleier des Schmerzes. Loszulassen kann anfangs wie ein unüberwindbarer Berg erscheinen.

 

Der erste Schritt besteht darin, den Verlust zu akzeptieren und sich zu erlauben, zu trauern. Das bedeutet, sich selbst die notwendige Zeit zu geben und die Emotionen zuzulassen, die mit dem Verlust einhergehen können. Trauer kann sich auf viele verschiedene Arten zeigen, wie zum Beispiel durch Weinen, Wut, Rückzug oder auch körperliche Symptome wie Müdigkeit oder Kopfschmerzen.

 

Die Verarbeitung von Trauer ist ein individueller Prozess, der Zeit, Geduld und Unterstützung erfordert. Über den Verlust zu sprechen, kann helfen, ihn zu verarbeiten. Hier ist auch das Trauergespräch mit einem Trauerredner zu erwähnen. Haben Sie Mitgefühl mit sich selbst!

 

Es gibt keine „richtige“ Art und Weise, mit Trauer umzugehen, aber es gibt Schritte, die helfen können, den Prozess zu bewältigen. Der Schmerz kommt und geht, lässt aber mit der Zeit immer mehr nach.

 

Nehmen Sie sich Raum und Zeit, um sich an den Verlust anzupassen. Es wird besser – ganz bestimmt! Der Schmerz und die Trauer werden sich allmählich in Dankbarkeit und Liebe wandeln. Die schönen Erinnerungen sollen Ihnen Licht in der Dunkelheit spenden.

 

Ich wünsche Ihnen von Herzen alles Gute und viel Kraft.

Wie kann ich lächeln, wenn ich von so viel Kummer erfüllt bin? Es ist natürlich – du musst zu deinem Kummer lächeln, denn du bist mehr als dein Kummer.“

Einzelne Schritte im Umgang mit der Trauer. Darauf sollten Sie achten:

Akzeptieren Sie Ihre Gefühle: Trauer ist eine natürliche Reaktion auf Verluste oder schwierige Lebensereignisse. Erlauben Sie sich, traurig zu sein und versuchen Sie nicht Ihre Gefühle zu unterdrücken.

Suchen Sie Unterstützung: Ein Austausch mit vertrauenswürdigen Menschen in Ihrem persönlichen Umfeld kann sehr wertvoll sein. Dieser kann innerhalb der Familie, aber auch mit Freunden oder Kollegen stattfinden. Über die eigenen Gefühle sprechen zu können ist befreiend und ein emotionaler Beistand sehr wertvoll. Kapseln Sie sich nicht ab und suchen Sie die Gemeinschaft.

Professionelle Hilfe in Betracht ziehen: Wenn Ihre Trauer anhält oder so intensiv ist und Sie das Gefühl haben, dass Sie alleine nicht damit zurechtkommen, sollten Sie erwägen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Therapeuten, Psychologen oder Berater können Ihnen dabei helfen, Ihre Trauer zu verarbeiten und gesunde Bewältigungsmechanismen zu entwickeln.

Nehmen Sie sich Zeit für sich selbst: Gönnen Sie sich selbst Zeit und Raum, um Ihre Gefühle zu verarbeiten. Finden oder schaffen Sie Aktivitäten, die Ihnen helfen, sich zu entspannen und abzulenken, wie zum Beispiel Sport, Spaziergänge in der Natur, das Lesen eines Buches oder das Ausüben einer kreativen Tätigkeit.

Pflegen Sie Ihre körperliche Gesundheit: Sorgen Sie für Ihre  körperliche Gesundheit, indem Sie ausreichend schlafen, sich ausgewogen ernähren und regelmäßig Sport treiben. Eine gute körperliche Verfassung kann sich positiv auf Ihr emotionales Wohlbefinden auswirken.

Nehmen Sie sich Zeit zum Trauern: Jeder trauert auf seine eigene Weise und in seinem eigenen Tempo. Erlauben Sie sich  selbst, Zeit zum Trauern zu nehmen und trauern Sie auf Ihre  eigene Art und Weise. Es gibt kein „richtiges“ oder „falsches“ Trauerverhalten.

Finden Sie Unterstützung in der Gemeinschaft: Es kann hilfreich sein, sich einer Trauergruppe oder einer Gemeinschaft anzuschließen, in der Menschen ähnliche Erfahrungen teilen. Der Austausch mit anderen, die Trauer erleben, kann tröstend und unterstützend sein.

Selbstfürsorge: Sein Sie  besonders fürsorglich mit sich selbst. Nehmen Sie sich Zeit für Aktivitäten, die Ihnen Freude bereiten, und tun Sie Dinge, die Ihnen helfen, sich zu entspannen und aufzumuntern. Das kann beispielsweise das Hören von Musik, das Betreiben von Hobbys oder das Verwöhnen mit einem warmen Bad sein.

Wenn Ihre Trauer überwältigend wird oder Sie das Gefühl haben, dass Sie nicht mehr weiterkommen, sollten Sie sofort professionelle Hilfe suchen. Es ist wichtig zu verstehen, dass Sie nicht allein sein müssen und dass es Menschen gibt, die Ihnen helfen können mit Ihrer Trauer umzugehen.

Telefonseelsorge: Die drei wichtigsten Rufnummern im Trauerfall

An die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Telefonseelsorge können Sie sich rund um die Uhr anonym wenden:

 

Evangelische Telefonseelsorge: 0800 – 111 0 111 (kostenfrei)

 

Katholische Telefonseelsorge: 0800 – 111 0 222 (kostenfrei)

 

Kinder- und Jugendtelefon „Nummer gegen Kummer“: 0800 – 111 0 333 (kostenfrei)

 

 

Trosthelden: Verlusterfahrungen teilen

„TrostHelden“ ist eine Plattform im Internet über die Trauernde nach Gleichgesinnten suchen können. Der Austausch kann bei der Trauerbewältigung helfen.

 

https://www.trosthelden.de

 

 

 

Bücher und Filme für trauernde Menschen

Es gibt eine Vielzahl von Büchern zum Thema Sterben, Tod und Trauer, Reinkarnation, Seelen. Sie sind zum Teil spirituell, wissenschaftlich oder auch eher sachlich gehalten. Es ist eine Frage der persönlichen Vorlieben und der Glaubensausrichtung, insofern verzichte ich hier auf eine Auflistung. Sollten Sie jedoch eine Buchempfehlung von mir wünschen, können Sie mich gerne kontaktieren.

Die drei nachfolgenden Filme möchte ich Ihnen gerne empfehlen:

Ich, trauernd (ARTE)

 

Trauer hilft dem Verlust einen Sinn zu geben. Der dänische Psychologe Peter Lund erklärt:  „Trauer ist unsere Art, auf diese Erfahrung zu antworten und vielleicht auch den Prozess zu kontrollieren, einen Sinn für Verlust und Tod zu erzeugen.“ Von Trauer Betroffene erzählen.

 

Wie geht Trauern?

Wenn ein geliebter Mensch stirbt, scheint die Zeit stehen zu bleiben. Doch im Job und in der Familie müssen wir meist ganz schnell weiter funktionieren. Wie geht das? Wer oder was hilft Hinterbliebenen dabei, mit ihrem Schmerz zu leben? Trauer ist psychisch und physisch ein Ausnahmezustand. Und zum Schmerz kommen oft noch Schuldgefühle dazu. Zwei Tage dürfen wir laut Gesetz frei machen bei einem Trauerfall.  Und dann – wie mit unserer Trauer klar kommen am Arbeitsplatz?  Wie viel Zeit, wie viel Raum brauchen wir zum Trauern?  Mit diesen Fragen ist Anne Chebu diesmal für engel fragt unterwegs.  Sie trifft u.a. Bestatterin Silke Szymura in einem Hospizhaus in Friedberg und spricht mit einem Sohn, der um seine gerade verstorbene Mutter trauert.  Sie besucht einen SeelenSport-Kurs für Trauernde in der Volkshochschule Main-Taunus-Kreis, der hilft mit dem Gefühlschaos in der Trauer klar zu kommen und sie spricht mit Petra Sutor, die ein Buch über Trauer am Arbeitsplatz geschrieben hat.

 

 

Die Essenz des Lebens. Ein wunderschöner Film in englischer Sprache.

 

Musik

Genau wie bei den Büchern, ist Musik eine Frage des Geschmacks. Nicht jedes Lied ist für jede Person passend.

Aber vielleicht holt Sie das eine oder andere Lied etwas ab, macht Mut, befreit, gibt Hoffnung. Alles darf sein.

Hier nun eine kleine Auswahl: